Galavorstellung zum Abschluss und als Krönung einer historischen Saison!

Die A-Junioren des FC Oberwil gewannen das letzte Saisonspiel gegen den BSC Old Boys Basel diskussionslos und souverän gleich mit 7:0 (4:0). Diese drei Zähler waren notwendig, denn im Fernduell hatte auch der FC Solothurn mit einem 4:3 Sieg beim FC Reinach seine Hausaufgaben gemacht und vorgelegt. Mit diesem 9. Saisonsieg liess sich die Mannschaft von Fabio De Simone den Titel aber nicht mehr nehmen und schrieb somit Clubgeschichte: Sie gewannen nach den C-Junioren im Jahre 1978 hochverdient und auf eindrucksvolle Weise den zweiten Amateurmeistertitel für den Leimentaler Club!

Die fast lückenlos gefüllten Zuschauerränge bildeten an diesem nasskalten Herbstabend eine grossartige und wohl einmalige Kulisse und einen würdigen Rahmen für den Saisonabschluss. Es war also alles angerichtet für diesen letzten Akt der Meistersaison! Die Startminuten waren noch von einer gewissen Nervosität geprägt und die Old Boys machten einen durchaus entschlossenen und präsenten Eindruck. Doch schon bald eröffneten sich den wie gewohnt stark und schnörkellos spielenden Oberwilern die ersten hochkarätigen Chancen. Allerdings wurden diese noch nicht verwertet – bald verhinderten in letzter Not eingreifende Basler Verteidiger, bald das Torgehäuse oder die etwas gar grosse Spielfreude der Leimentaler den lang ersehnten ersten Torjubel. Der eine oder andere Zuschauer fragte sich schon bange, ob sich die alte Weisheit über die nicht erzielten Tore, die man dann einkassiert, wieder einmal bewahrheiten könnte…

Doch dann in der 17. Minute war der Bann gebrochen – Keanu Quenet netzte zum 1:0 ein. Jubel und Feststimmung erreichten einen frühen, ersten Höhepunkt! Und anschliessend ging es rasch: Dank weiteren Treffern von Niklas Schnider und nochmals Keanu sowie einem unglücklichen Eigentor der Old Boys stand es vor der Pause bereits beruhigend 4:0 für das Heimteam. Nur einmal geriet die Defensive in Bedrängnis und musste sich beim Stand von 2:0 auf den glänzend reagierenden Keeper Nicola Linkohr verlassen, um einen Gegentreffer zu verhindern.

Nach der Pause ging es im selben Stil weiter mit Oberwiler Powerfussball, der nur eine Richtung kennt – nach vorne Richtung gegnerisches Tor. Passend für den stilsicheren Klasseauftritt war der in Manier des legendären Panenka versenkte Penalty von Mike Stirnemann zum Endstand von 7:0! Zuvor erzielten Raoul Bernasconi und Leo Udry die Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0 resp. 6:0. Der Widerstand der Old Boys war da längst gebrochen, so was wie Torgefahr ging von ihnen nur noch vereinzelt nach Standards aus. Derweil die Aufzählung all der Oberwiler Chancen und schönen Spielzüge den Rahmen dieses Berichts sprengen würde. Noch einmal kamen die so zahlreich erschienenen Zuschauer und Supporter der A-Junioren des FC Oberwil an diesem Abend voll auf ihre Kosten. Und das Heimteam dankte es ihnen mit temporeichem, kompromisslosen Angriffsfussball sowie mit solider, hoch konzentrierter Arbeit und Solidarität in der Defensive.

Auch an diesem Abend hat die Mannschaft – wie in praktischen allen Spielen der gesamten Saison – die spielerische Lösung gesucht und gefunden. Dank Tempo, Technik und immenser Spielfreude. Nicht zu vergessen, dass hervorragende Coaching durch Fabio während der Partien und die optimale Vorbereitung und Betreuung in den Trainings – Klasse! Oft mit verblüffender Leichtigkeit wurden die Mannschaften der renommiertesten Clubs aus der Region (FC Concordia, SV Muttenz, FC Black Stars) und «grosse» Namen südlich des Jura (FC Baden, FC Wohlen, FC Solothurn) geschlagen. Und dass die Mannschaft gleich auch noch die fairste mit nur zwei Strafpunkten war, verkommt dabei schon fast zur Nebensache. Es war einfach nur schön, Euch zuzusehen – Danke, Jungs und Fabio!

«An Tagen wie diesen…» kannte der Jubel der Mannschaft und der Zuschauer nach dem Schlusspfiff unter der Champagnerdusche und zum coole Sound aus den mitgebrachten Boxen keine Grenzen. Und half auch dem Pechvogel des Tages Manuel Schneider (Ausfall in der zweiten Halbzeit mit Verdacht auf Sprunggelenkverletzung), seine Schmerzen zu vergessen.
Mit dieser Meisterschaft schrieben die A-Junioren nicht nur Clubgeschichte des FC Oberwil, sondern auch Familiengeschichte: Bei Familie Mengiardi hat Colin – so ganz nach dem Motto «wie der Vater so der Sohn» – mit diesem Titelgewinn mit seinem Vater gleichgezogen. Denn so wie Colin jetzt in der Meistermannschaft steht, war sein Vater Spieler derjenigen C-Junioren des FC Oberwil, die 1978 die Nordwestschweizermeisterschaft gewannen!

Doch die letzten Zeilen dieses Berichts sollen Hüseyin gewidmet sein: Dieser Titel, das grosse Herz und die Spielkultur, mit welcher die A-Junioren auch diese Saison spielten, sind die schönste und beste Erinnerung, welche die Mannschaft für sein Andenken und als Dank für seine grossen Verdienste für dieses Mannschaft machen konnte. Danke auch Dir, Hüssy! https://fcoberwil.ch/2020/07/22/in-gedenken-an-hueseyin-ali-vatansever/

Matchtelegramm