Es war angerichtet auf dem Fussballareal Brühl in Solothurn. Am Sonntag um 16.00 Uhr pfiff der gute Schiedsrichter das Spitzenspiel der beiden Tabellenführer der Youth League A – Nordwestschweiz, zwischen dem FC Solothurn und dem FC Oberwil, an. Herrliches Wetter, Blick auf den Weissenstein, aber leider auf einem eher altersschwachen Kunstrasen, starteten die Schnägge mit viel Selbstvertrauen, Elan und wie gewohnt hohem Tempo in die Partie. Die Oberwiler, die ohne einige defensive Stammkräfte antraten mussten, zeigten gleich von Beginn an warum sie das Team der Stunde sind. Gradlinig auf die pfeilschnellen Spitzen, die sogleich in den Abschluss gehen, unterstützt von einem lauffreudigen und kampfstarken Mittelfeld und einer neu zusammengesetzten Abwehr, die unter der Führung von Joshua Hollinger wie aus einem Guss spielte. Abgeriegelt wurde das Tor, – wir nehmen es vorweg -, vom starken Keeper Manu Schneider. Freudig erregt stellten die zahlreich mitgereisten Leimentaler Fans fest, dass ihr Team hervorragend eingestellt war, das Zepter übernahm und eine starke erste Halbzeit ablieferte. So war denn auch die erste Halbzeit bereits vorentscheidend. Das Score wurde in der 5. Minute durch Raoul Bernasconi mit einem herrlichen Freistoss aus zirka 22 Metern eröffnet. Leo Udry doppelte kurz darauf nach und Keanu Quenet erhöhte noch vor der Pause auf 3:0.

Es war klar, dass die mit vier 1. Liga erfahrenen Spielern angetretenen Solothurner, nach der Pause mit hohem Druck agieren würden. Die Oberwiler Abwehr schwamm und konnte sich nur noch mit langen Bällen befreien. In der 55. Minute fiel das 3:1 und spätestens jetzt wurde einigen Anwesenden flau und die Spannung bei den in der Ferne weilenden Mitspielern am Live-Ticker kaum auszuhalten.

Aber wie so oft, hatte Coach Fabio De Simone noch ein taktisches Ass im Ärmel. Eine Umstellung auf die Viererkette und Positionswechsel, um der Physis des Gegners Herr zu werden, liess die Oberwiler das Spiel mehrheitlich wieder in den Griff bekommen. Trotzdem muss den Solothurnern Respekt gezollt werden. Sie taten alles, um das Spiel noch zu drehen und kamen weiterhin zu glänzenden Torchancen. Letztlich wurden die Oberwiler in der 75. Minute durch das vierte Stürmertor erlöst. Das gesamte Team zeigte eine ausserordentliche Leistung und verdient diese Würdigung für eine aussergewöhnliche Saison.

Die A-Junioren haben sich damit die grosse Chance erarbeitet, in den letzten drei Spielen den grösstmöglichen Titel für ein Juniorenteam eines Dorfvereins nach Hause zu holen.

Wer dies miterleben will, sollte sich am 17. Oktober, 13.00h auf dem Eisweiher eine Wurst gönnen und den jungen Männern bei ihrer Lieblingsbeschäftigung zusehen.